Ein landesweiter Streik: Bus und Bahn stehen still
Heute und morgen fallen Bus- und Bahnfahrten wegen eines landesweiten Streiks aus. Die Auswirkungen auf den Alltag der Pendler sind enorm.
Heute Morgen, als die Sonne blass hinter einem dichten Nebel hervorkam, hingen die Schilder an den Bahnhöfen in der ganzen Republik trüb und enttäuschend still in der Luft. Ein landesweiter Streik hatte die Verkehrsnetze von Bus und Bahn erfasst. Das klingt dramatisch, nicht wahr? Die Erwartung einer plötzlichen und massiven Störung ist das, was hektische Pendler auf dem Weg zur Arbeit gewöhnlich in Panik versetzt.
Die Mitarbeiter der Bahn und der Busunternehmen hatten sich dazu entschieden, für bessere Arbeitsbedingungen und faire Löhne zu streiken. Die Gewerkschaften hatten im Vorfeld klar gemacht, dass dieser Schritt nicht leichtfertig gewählt wurde. Die Verantwortlichen der Verkehrsunternehmen schüttelten jedoch nur gelangweilt den Kopf und verwiesen auf die starren Regelungen, die eine Einigung unmöglich machten. Das ist die bittere Realität, in der man gerne in einer anderen Zeit, an einem anderen Ort wäre.
Die leeren Straßen
Die Straßen, die normalerweise mit dem Getümmel von Fahrzeugen und Menschen überquellen, schienen an diesem Freitag wie leer gefegt. Man könnte meinen, dass die Stadt, entblößt von ihrem sonst so geschäftigen Puls, einen schockierten Atemzug tat. Plötzlich führte der Weg zur Arbeit über die schattigen Gassen der Stadt, die nie zuvor so beruhigend still anmuteten. Nicht nur die Pendler, sondern auch die Cafés und Kioske in der Nähe der Haltestellen litten unter der Knappheit an Kunden.
Es gibt etwas Erschreckendes an der Stille, die einen umgibt, wenn man mit seinen Gedanken allein ist. Einige Passanten sahen es mit Humor und zogen im Schritttempo vorbei, während andere in aller Stille die Hektik des Alltags vermissten. Man stelle sich vor: Morgen könnte eine Rückkehr zur gewohnten Routine sein, doch um welche Routine handelt es sich wirklich?
Die eigentliche Frage schwebt über dem Streik: Wer trägt die Verantwortung für diese vorübergehende Störung des öffentlichen Lebens? Die Gewerkschaften auf der einen Seite, die sich um die Interessen ihrer Mitglieder kümmern, und die Unternehmen auf der anderen, die bereits in der Defensive sind und um ihre Existenz kämpfen. Beiden Seiten ist aber eines gemein: Das Wohl der Fahrgäste steht nicht unbedingt an erster Stelle.
Doch während die eine Seite die Streikenden als Aufrührer betrachtet, sehen diese sich oft als die Letzten in einer langen Reihe von Übersehenen. Das Streckenpersonal hat das Gefühl, nicht genug Wertschätzung entgegengebracht zu bekommen. Man fragt sich, ob diese beiden Seiten jemals zu einem gemeinsamen Nenner finden werden, oder ob es notwendig ist, dass solche Streiks immer wieder das öffentliche Leben lahmlegen, um Gehör zu finden.
Tag eins des Streiks neigt sich dem Ende zu, der Nebel hat sich verzogen und die Dunkelheit beginnt, die Straßen zu umhüllen. Die Pendler fahren nach Hause, müde und frustriert, in der Hoffnung, dass dieser Streik, so laut und aufdringlich er auch sein mag, vielleicht doch etwas bewegen kann.
Allerdings ist man geneigt, am Ende des Tages zu erkennen, dass sich die Welt nicht um einen Streik kümmert, es sei denn, er betrifft das eigene tägliche Leben unmittelbar. Und so bleibt nur die leise Hoffnung, dass der Streik morgen vielleicht schon Vergangenheit ist, während sich die Stadt schüchtern wieder dem Alltag zuwendet.
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